Hallo zusammen,
von unserem Core-Switch (HP Switch 5406Rzl2 (J9850A)) gehen aktuell drei Kabel zum Lancom WLC 4006+, jeweils für unterschiedliche VLANs.
Nach der Aktivierung von RSTP wurden zwei dieser Verbindungen in den Blocking-Status gesetzt (so wie es STP vorsieht).
In unserem Fall sollten jedoch alle drei Ports aktiv bleiben. Merkwürdig ist, dass trotz der Blockierung bisher keinerlei Beeinträchtigungen oder Ausfälle festzustellen sind. Es läuft alles stabil.
Hat jemand von euch eine Idee, woran das liegen könnte, oder bereits ähnliche Erfahrungen gemacht?
Viele Grüße
RSTP aktivierung - Ports "Blocking"
Moderator: Lancom-Systems Moderatoren
Re: RSTP aktivierung - Ports "Blocking"
Mir ist anhand der Beschreibung nicht ganz klar, wie die Ethernet-Ports bzw. ARF-Netze am WLC konfiguriert sind.
Wenn alle ETH-x dem gleichen LAN-x zugewiesen sind, dann agieren diese Ports untereinander als VLAN-agnostischer Switch und das Forwarding zwischen diesen passiert in der Hardware des in den WLC eingebauten Hardware-Switches. Die RSTP-Implementierung im LCOS arbeitet auf der Ebene der LAN-x, aus deren Sicht ist das nur ein Port. Wenn der HP-Switch zwei von den drei Links auf Blocking stellt, ist das völlig korrekt, sonst gäbe es eine Schleife.
Verschiedenen VLANs über verschiedene Ethernet-Ports leiten zu wollen, macht aus Performance-Sicht keinen Sinn, da die CPU im WLC an den internen Switch nur über einen GBit-Link angekoppelt ist. Des weiteren unterstützt das LCOS lediglich RSTP und kein MSTP, nur mit letzterem wären aber verschiedene Netzwerkpfade pro VLAN möglich.
Wenn alle ETH-x dem gleichen LAN-x zugewiesen sind, dann agieren diese Ports untereinander als VLAN-agnostischer Switch und das Forwarding zwischen diesen passiert in der Hardware des in den WLC eingebauten Hardware-Switches. Die RSTP-Implementierung im LCOS arbeitet auf der Ebene der LAN-x, aus deren Sicht ist das nur ein Port. Wenn der HP-Switch zwei von den drei Links auf Blocking stellt, ist das völlig korrekt, sonst gäbe es eine Schleife.
Verschiedenen VLANs über verschiedene Ethernet-Ports leiten zu wollen, macht aus Performance-Sicht keinen Sinn, da die CPU im WLC an den internen Switch nur über einen GBit-Link angekoppelt ist. Des weiteren unterstützt das LCOS lediglich RSTP und kein MSTP, nur mit letzterem wären aber verschiedene Netzwerkpfade pro VLAN möglich.
Re: RSTP aktivierung - Ports "Blocking"
Vielen Dank!
ETH1 ist untagged in VLAN X
ETH3 ist tagged in VLAN XX
ETH4 ist tagged in VLAN XXX
sprich, es hat gar keinen Vorteil die VLANs auf the ETH-Ports zu unterteilen? Ich könnte auch einfach auf den Switch-Port von ETH1 im VLAN 1 untaggen, VLAN2 taggen und VLAN3 taggen?
ETH1 ist untagged in VLAN X
ETH3 ist tagged in VLAN XX
ETH4 ist tagged in VLAN XXX
sprich, es hat gar keinen Vorteil die VLANs auf the ETH-Ports zu unterteilen? Ich könnte auch einfach auf den Switch-Port von ETH1 im VLAN 1 untaggen, VLAN2 taggen und VLAN3 taggen?
Re: RSTP aktivierung - Ports "Blocking"
Da fehlt mir für ein Verständnis ehrlich gesagt immer noch die Zuordnung der ETH-x -> LAN-x auf dem LANCOM. Den erst die LAN-x kann man im LCOS zu VLANs zuordnen.ETH1 ist untagged in VLAN X
ETH3 ist tagged in VLAN XX
ETH4 ist tagged in VLAN XXX
Vom Durchsatz her wie gesagt nicht. Da reicht es einen als VLAN-Trunk zu nehmen. In diesem LANCOM steckt ein eigener Ethernet-Switch mit 6 Ports. Fünf davon gehen nach 'draußen', der sechste ist intern an der Router-CPU angeschlossen und auch (nur) 1 Gbps schnell. Selbst wenn Du extern mehrere Ports zum gleichen Switch ziehst und es schaffst, dass die gleichzeitig aktiv sind, dieser interne Gbit-Link ist das Limit. Manche Kunden machen das trotzdem aus Gründen der Redundanz, dann aber eher mit LACP.sprich, es hat gar keinen Vorteil die VLANs auf the ETH-Ports zu unterteilen? Ich könnte auch einfach auf den Switch-Port von ETH1 im VLAN 1 untaggen, VLAN2 taggen und VLAN3 taggen?