VoIP: ständige Neu-Registrierung bei IP v6

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VX500
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Re: VoIP: ständige Neu-Registrierung bei IP v6

Beitrag von VX500 » 19 Mai 2019, 13:54

Hallo cpuprofi,

danke für den Tipp! Und das Autoupdate habe ich jetzt abgeschaltet.

Die V10.30.0075-Beta läuft "besser". Die Re-Registrierungen kamen nur noch im ~20 min Takt vor. Das ist aber nicht gut genug. Ich hatte heute mittag bei allen SIP-Accounts SRTP rausgenommen und die SIP-Signalisierung auf UDP eingestellt. Seitdem keine Re-Registrierung mehr.

Aber das kanns doch nicht sein?
Die 90 Euro Kiste Cisco SPA112 läuft mit SRTP/TCP/TLS parallel ohne Probleme. Und sogar auf einem dus.net Account. Das will was heißen :-)

Ein 500 Euro teures Gerät für den kommerziellen Einsatz bei Geschäftskunden und ich kann mir ein Bett daneben stellen, weil jede Woche neue Probleme im VCM-Bereich auftreten? Es gibt ja noch teuere Lancoms. Aber ist dort auch der VCM besser?

Grüße
Sascha

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Re: VoIP: ständige Neu-Registrierung bei IP v6

Beitrag von cpuprofi » 19 Mai 2019, 18:13

VX500 hat geschrieben:
19 Mai 2019, 13:54
Es gibt ja noch teuere Lancoms. Aber ist dort auch der VCM besser?
Da es überall die gleiche Firmware ist, was sollte dann daran "besser" sein?

Grüße
Cpuprofi

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Re: VoIP: ständige Neu-Registrierung bei IP v6

Beitrag von problemkunde40 » 07 Jun 2019, 17:37

VX500 hat geschrieben:
19 Mai 2019, 13:54
Ein 500 Euro teures Gerät für den kommerziellen Einsatz bei Geschäftskunden und ich kann mir ein Bett daneben stellen, weil jede Woche neue Probleme im VCM-Bereich auftreten? Es gibt ja noch teuere Lancoms. Aber ist dort auch der VCM besser?
Ich glaube kaum. Das Modell 1793 kostet um die 700 Euro und selbst wenn die von mir beschriebenen Ausfälle beim VOIP-Dienst von "MNET" vielleicht am Provider und nicht am Router liegen, muss das nicht heißen, dass dieser gänzlich unschuldig ist. Immerhin unterscheidet sich die Häufigkeit der Ausfälle scheinbar gegenüber anderen Clients. Zudem funktioniert der alternative Provider Sipgate zwar im Allgemeinen gut, allerdings kommt es selbst dort sporadisch zu Abbrüchen.

Und die Re-Registrierungsmeldungen scheinen dort auch überhaupt nur dann zu kommen, wenn man die Art der Verbindung auf verbindungsorientiert/TCP umstellt, was aber nicht heißt, dass es mit UDP keine Gesprächsabbrüche gibt.

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Re: VoIP: ständige Neu-Registrierung bei IP v6

Beitrag von VX500 » 08 Jun 2019, 01:07

Hallo in die Runde

Das der Lancom VCM auch Schwachstellen hat weiß ich nun auch.

Mit Etablierung von IPv6 sind jedoch die eigentlich vorgesehenen Punkt-zu-Punkt Verbindungen wieder möglich. Meinen Lancom 883 habe ich jetzt so weit, dass IPv6 praktisch läuft. PD Präfix beziehen und im LAN bereitstellen. Die Firewall von Lancom ist für gewünschte Dienste geöffnet. Und schon läuft VoIP.... allerdings im Snom D345 IP-Telefon. Das hat (neben dem Cisco SPA112) bewiesen, dass es Hersteller gibt, die Sprachtelefonie können. Der VCM macht nur noch zwei SIP-Accounts, die nur über IPv4 laufen.

Bei künftigen Projekten werde ich nicht mehr auf den Lancom VCM setzen. Ich kann aber schon verraten, dass die elmeg-bintec be.ip Modellreihe nicht besser ist. Teste ich nun seit sechs Wochen im Parallelbetrieb. Ist etwas gehobeneres AVM-Niveau. Mehr aber nicht.

Wenn schon SIP Telefonie, dann via IPv6 direkt im Snom-Telefon. Das hat sich zumindest bei mir als zuverlässig bewiesen, nach dem Fehlerquellen im Lancom und bei dus.net abgestellt wurden.

Grüße
Sascha

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Re: VoIP: ständige Neu-Registrierung bei IP v6

Beitrag von cpuprofi » 08 Jun 2019, 14:22

Hallo Sascha,

hast Du schon mal Starface ausprobiert? Ansonsten wäre das vielleicht mal eine Idee?

Wenn Du da was haben möchtest, kannst Du Dich ja bei mir melden.

Grüße
Cpuprofi

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Re: VoIP: ständige Neu-Registrierung bei IP v6

Beitrag von Koppelfeld » 08 Jun 2019, 14:41

cpuprofi hat geschrieben:
08 Jun 2019, 14:22
hast Du schon mal Starface ausprobiert? Ansonsten wäre das vielleicht mal eine Idee?
Um was zu erreichen ?

Hier will jemand eigentlich nur NAT-Probleme vermeiden. Weil SIP und NAT nicht richtig funktionieren.

Die einzige Möglichkeit: Ein funktionierendes ALG. Also: VCM. Der funktioniert noch nicht ordentlich.

Wie soll jetzt eine "Starscheiss" helfen ?
Das könnte sie nur, wenn sie eine eigene öffentliche IP hätte. Klappt aber nicht, weil "Fachleute" genau das kaputtgemacht haben, weswegen man ipv6 aus der Taufe gehoben hat.


Wobei ich jetzt zur Ehrenrettung von LANCOM sagen muß: In allen Fällen, wo wir den VCM als "ALG" einsetzen, funktioniert dieser, auch mit dem verderkelten Telekom-SIP, ganz prima. Aber ich verwende auch kein v6, Bislang einziger Nutzen: Man kann PC-"Dienstleister" furchtbar damit ärgern.

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Re: VoIP: ständige Neu-Registrierung bei IP v6

Beitrag von VX500 » 11 Jun 2019, 13:14

Hallo in die Runde!

Ja, Lancom und VCM sind noch nicht perfekt.

Ich hatte zwischenzeitlich die be.ip plus von elmeg-bintec ausprobiert. SIP über IPv6 wollte nicht. Ich so: "Mist, da hätte ich auch den Lancom..."
Im IP Phone Forum schrieb dann jemand: die be.ip Serie kann noch kein SIP via IPv6. Klasse :-) Die tollen Sprüche á la "elmeg-bintec goes IPv6" sind also nur PR-Gags. Gut, also wieder den Lancom 883 angeklemmt. Da weiß man zumindest, was der nicht kann.

Und wer nun sagt: "Ich habe aber IPv6 bei einem SIP Account in einer be.ip laufen!" der möge mal nachschauen, ob der Registrar tatsächlich nach IPv6 aufgelöst wurde. Manche Server wie proxy3.dus.net oder ipv6.sip.easybell.de sind nämlich auch über IPv4 erreichbar und werden entsprechend an einer IPv4 Adresse konnektiert.

Nun hatte ich nachgeschaut, wie der Lancom 883 das so macht. Siehe da, von acht SIP easybell-Accounts (alle als ipv6.sip.easybell.de im Lancom eingetragen) waren fünf an einer IPv4 Adresse konnektiert. Nur drei tatsächlich an der entsprechenden IPv6. Warum-wieso-weshalb? Ich weiß es nicht...

Jetzt habe ich etwas gemacht, was man nicht machen soll: die IPv6 Adresse vom easybell-Server als Registrar im Lancom eingetragen. Alle acht SIP Accounts sind nun an der entsprechenden IPv6 konnektiert. Die könnte sich ändern. Ich werde das aber sicherlich schnell mitbekommen. Unerwarteter Nebeneffekt: die immer noch oft stattgefundenen Neuregistrierungen (das ursprüngliche Thema dieses Threads) sind seit dem manuellen Eingriff weg. Ist das nicht seltsam? Selbst die nächtlichen Ein-mal-Neuregistrierungen finden nicht mehr statt. Die SIP Accounts laufen durch.

Für das DNS hat der Lancom WAN-seitig via DHCPv6 von Vodafone (KD) die bekannten Server 2a02:8100:c0:a11::4:1101 und 2a02:8100:c0:a19::4:1101 zugewiesen bekommen. Im IPv4 Bereich entsprechend zwei weitere.
Warum jetzt fünf SIP Accounts von easybell nach IPv4 aufgelöst wurden, keine Ahnung?!
Leider hatte ich den Bereich im Webconfig mit dem Status vom VCM erst kürzlich entdeckt und analysiert. Im LANconfig gibts das irgendwie nicht. Koppelfeld hat Recht wo er sagt, dass das Webconfig irgendwie "besser" ist.

Grüße
Sascha

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Re: VoIP: ständige Neu-Registrierung bei IP v6

Beitrag von Koppelfeld » 11 Jun 2019, 20:53

Guten Abend !
VX500 hat geschrieben:
11 Jun 2019, 13:14
Und wer nun sagt: "Ich habe aber IPv6 bei einem SIP Account in einer be.ip laufen!" der möge mal nachschauen, ob der Registrar tatsächlich nach IPv6 aufgelöst wurde. Manche Server wie proxy3.dus.net
Ja nun, dus.net. Rheinländer. Die offene Hose der Nation, der Botschafter des schlechten Geschmacks.
Wenn Du da auf die Webseite gehst, siehst Du als allererstes eine Fritzbox. Nun stell' Dir vor, Du willst gucken, was es auf www.termingirls24.de so neues gibt und Dir poppt ein Bild von Claudia Roth entgegen. Und dann die Rechtschreibung ! BOAH, das ist eine besonders degenerative Art des 'modern esperanto'.
oder ipv6.sip.easybell.de
ARGL. Es wird ja immer schlimmer. Berlin, das bankrotte Kaff-Konglomerat. Die schmarotzen jedes Jahr vier Millarden aus dem Länderfinanzausgleich und erdreisten sich auch noch, eine "Bettensteuer" zu erheben. Aber immer schön auf dicke Hose machen und sich trotz selbstverschuldeter Wohnungsnot bereiterklären, 70 Piraten aus Malta aufzunehmen. Also, was Ihr so alles unterstützt ...
sind nämlich auch über IPv4 erreichbar und werden entsprechend an einer IPv4 Adresse konnektiert.
Ihr wißt aber schon, was "DNS SRV" ist ? Was für Mail der 'MX Record', ist für VoIP 'DNS SRV'.

Und weil momentan nach bester Mantafahrermanier alles in den VCM eingebaut wird, was nicht bei drei auf den Bäumen ist (ich sach' nur 'overlap dialing'), bin ich sicher, daß man auch diesen obsoleten Mist umgesetzt hat. Der eigentliche Sinn davon ist unterdessen ein ganz anderer: Wenn ich jemanden anrufen will unter sip://extension@firma.com, dann bin ich natürlich dankbar, wenn ich einen SRV-Record für die PBX dort finde.


Naja, ich wünsche, mit Hinweis auf Ockhams Razor, viel Glück. Am besten: v6 abschalten!

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