Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

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fildercom
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Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von fildercom »

Hallo zusammen,

gibt es schon irgendwelche inoffiziellen Informationen, ob und wann ein LANCOM Kabelrouter kommen wird?

Mit dem Ende des Routerzwangs ist so ein Gerät meines Erachtens überfällig, um die ganzen Technicolor, Cisco, Fritze usw. endlich los zu haben.

Der letzte Grund, der gegen einen Internet Zugang über Kabel gesprochen hat, ist seit heute beseitigt.

Fehlt nur noch das passende Endgerät, dann werden die Kabelnetzbetreiber sicher einen größeren Zulauf verspüren, denn Zwangsgeräte sind für eine bestimmte Zielgruppe einfach ein No-Go.

Gruß
fildercom.
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MariusP
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Re: Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von MariusP »

Hi,
Wenn es dazu Informationen für die Anwender gibt, wird Lancom sie mitteilen.
Gruß

Update: Es gibt zum Thema Routerzwang einen neuen Blogbeitrag: https://www.lancom-systems.de/blog/rout ... -in-kraft/
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

Ein Optimist, mit entäuschten Idealen, hat ein besseres Leben als ein Pessimist der sich bestätigt fühlt.
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alf29
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Re: Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von alf29 »

Moin,

das ist in den letzten Jahren immer wieder diskutiert worden, ich denke aber nicht, daß in absehbarer Zeit ein Kabelrouter von LANCOM kommen wird. LANCOM hat keinerlei 'Historie' oder 'Know-How' bezüglich Kabel, im Gegensatz zu xDSL oder ISDN, das müßte man bei Null anfangen, d.h. erstmal einen Chipsatzlieferanten zu finden, der mit einem kleinen Hersteller wie LANCOM überhaupt redet. Viele Chipsatzhersteller sind auf die Großkunden in Fernost fixiert, die das 'Schüttgut' für den Massenmarkt machen, wenn wir mit unseren Stückzahlen ankommen, dann lachen die uns nur aus - sorry, ist kein Business Case für uns, das lohnt sich für uns nicht, wollen wir nicht supporten, Ihr kriegt keine Chips von uns. Selbst wenn wir einen finden, ist das ein ziemlicher Aufwand und Risiko, in den Markt überhaupt in solchen Stückzahlen reinzukommen, daß sich das lohnt.

Letzten Endes ist Kabel ein 'entwickelter' Markt, wo es etablierte Anbieter gibt und deren Stabilität muß man auch erst mal erreichen. Daß es keinen Routerzwang mehr gibt und die Provider die Zugangsdaten rausrücken müssen, ist gut und wichtig, aber das wird Dir trotzdem nicht garantieren, daß ein x-beliebiger Router problemlos bei einem x-beliebigen Provider funktionieren wird. Das ist ja auch jetzt schon bei xDSL so: Du hast einen Fremdrouter und hast Sync-Probleme oder die Bitrate ist nicht so, wie sie sein soll. Der Router-Hersteller kann's bei sich nicht nachvollziehen, der Provider sagt, tut uns leid, ist Ihr Problem, aber nehmen Sie doch einfach den Router von uns, da funktioniert das ganz wunderbar. Rausrücken der Zugangsdaten bedeutet nicht automatisch, daß der Provider Dich mit einem Fremdrouter auch supporten wird.

AVM wird da mit einer Fritzbox Cable eine bessere Position haben, die Fritzboxen werden ja auch jetzt schon von diversen Providern 'gebrandet' angeboten, also werden sie selber zusehen, daß eine Fritzbox vernünftig an ihrem Anschluß läuft, egal ob xDSL oder Kabel. Kein Provider, jedenfalls kein Provider in der Breite, verkauft LANCOMs zu seinen Anschlüssen dazu, wenn überhaupt nur zu den Angeboten für Business-Kunden. Da tut die Telekom auch wieder was dafür und arbeitet mit uns zusammen, daß die LANCOMs ordentlich an den Business-Anschlüssen laufen, und das färbt dann auch auf die Privatkunden-Anschlüsse ab. Aber daß Unitymedia irgendwann mal LANCOMs dazuverkauft, das glaube ich nicht. Und wenn, dann eher in der Variante mit externem Modem, das nur als 'dumme Bridge' agiert und das LANCOM läuft dann als Ethernet-Ethernet-Router.

Gruß Alfred
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fildercom
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Re: Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von fildercom »

Hallo Alfred,

danke für deine ausführliche Antwort.

Ganz klar sehe ich auch das Problem, dass man als Neu-Einsteiger in diesem Bereich ein hohes Risiko eingeht, sowohl technisch wie auch finanziell. Trotzdem haben es aber andere (AVM) vor ein paar Jahren auch als Neu-Einsteiger geschafft, in diesem Markt Fuß zu fassen. Vorher waren da nur Global Player wie Cisco, Thomson oder Motorola aktiv.

Trotzdem sehe ich mit dem Trend hin zu den Kabelnetzen das Thema LANCOM Kabelrouter weiterhin als eine der wichtigsten Neuentwicklungen der kommenden Zeit an. Es liegt auf der Hand, dass durch den stetig wachsenden Hunger nach Bandbreite die Nutzer vermehrt auch bei den Kabelanbietern ihr Glück versuchen werden (wir alle wissen, dass es sich um ein Shared Medium handelt und auch dieses Medium einen Flaschenhals besitzt, aber das ist ein anderes Thema).

Die Lösung mit dem externen Modem an einem 1781EF(+) ist zwar machbar, hat aber zwei "Schönheitsfehler":
1. Das Modem ist normalerweise immer der Endpunkt für VoIP bzw. VoC. Somit müsste das von SIP auf analog gewandelte Signal erst einmal wieder zu SIP gewandelt werden, um weiter verwendet werden zu können.
2. Der Zugriff auf das Web-Interface von externen Modems ist ja leider nach wie vor nicht ganz trivial und stellt schon wieder einen erhöhten Konfigurationsaufwand dar. Hier im Forum gibt es auch einen Anleitung (das Thema ist sogar von mir), aber trotzdem wäre es schön, nur ein einziges Gerät zu haben.

Ich bleibe weiterhin zuversichtlich und hoffe, dass der LANCOM Kabelrouter kommen wird.

Die nächste Stufe, wenn sie denn einmal kommen wird, sieht dann wieder anders aus: Wenn sowohl Kupfer-Doppelader als auch Koaxialkabel voll ausgereizt sind, werden beide Lager wohl tatsächlich FTTB/FTTH ausbauen müssen. Dann braucht man keine getrennten xDSL- / Kabel-Router mehr, sondern nur noch Glasfaser-Router.
Aber bis das kommt, fließt noch viel Wasser den Neckar hinunter. Das dauert mindestens noch 15-20 Jahre. Erst einmal kommen Super-Vectoring, G.Fast und DOCSIS 3.1 ...

Gruß
fildercom.
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alf29
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Re: Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von alf29 »

Moin,
1. Das Modem ist normalerweise immer der Endpunkt für VoIP bzw. VoC. Somit müsste das von SIP auf analog gewandelte Signal erst einmal wieder zu SIP gewandelt werden, um weiter verwendet werden zu können.
Das war jetzt nicht meine Definition von einer 'dummen Bridge'. Für mich ist das ein Gerät, das genau den Kabelanschluß auf einer Seite und einen Ethernet-Port auf der anderen Seite hat und die MAC-Frames zwischen beiden Seiten auf Layer 2 hin- und herleitet, und dem es ansonsten wurscht ist, was in den Paketen steht. Ein Gerät, das VoIP/SIP terminiert, ist das nicht, denn so ein Gerät muß dafür ja auch einen kompletten IP-Stack mit Router haben.

Gruß Alfred
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fildercom
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Re: Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von fildercom »

alf29 hat geschrieben:Das war jetzt nicht meine Definition von einer 'dummen Bridge'.
Meine eigentlich auch nicht. Aber meines Wissens gibt es keine Modems, die ohne die Telefonfunktion daherkommen. Die haben alle so einen blöden ATA eingebaut:
http://webcache.googleusercontent.com/s ... =firefox-b

Durch die Auto-Provisionierung werden die SIP-Pakete dann direkt auf dem Modem landen und nicht mehr bis zum Router durchkommen.
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alf29
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Re: Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von alf29 »

Moin,

ich bin ziemlich sicher, daß bei uns im Computerclub vor ein paar Jahren jemand mit seiner Ausstattung von Kabelprovider da war, und das war ein Breitbandrouter mit so einem Modem (von Motorola AFAIK). War aber auch noch in Vor-VoIP-Zeiten.

Gruß Alfred
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stefanbunzel
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Re: Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von stefanbunzel »

Hallo Alfred,

und warum kauft Lancom nicht einfach so eine von dir bezeichnete "dumme Bridge"-Baugruppe ein und packt diese in einen Lancom-Router (Bsp: 1781EF+ bzw. einen eventuellen 1783EF+)? Diese "dumme Bridge" wäre ja nach meiner Vorstellung nicht einmal umfangreich zu konfigurieren, außer vermutlich einer ggf. modifizierbaren Kabel-MAC-Adresse und ggf. diverse Kabel-Protokoll-Varianten.

Cool wäre es, wenn es so eine "dumme Bridge" als mini-PCI-Modul geben würde. Dann könnte Lancom einen 1783VA-4G nehmen und bräuchte nur ein Kabel-PCI-Modul an Stelle des 4G-Modul einsetzen, welches alles erledigt. Keine Ahnung, ob es solche Teile gibt?

Viele Grüße,
Stefan
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alf29
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Re: Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von alf29 »

und warum kauft Lancom nicht einfach so eine von dir bezeichnete "dumme Bridge"-Baugruppe ein und packt diese in einen Lancom-Router (Bsp: 1781EF+ bzw. einen eventuellen 1783EF+)?
"Einfach"? Ich glaube, Du stellst Dir Produktentwicklung ein bißchen zu simpel vor ;-) Selbst wenn es so etwas gäbe, wo würdest Du das ins Gehäuse packen? Wie würdest Du das befestigen und anschließen? Reicht die Stromversorgung der Basisplatine, um die Huckepackplatine mitzuversorgen? Kriegt man dieses Konstrukt dann noch durch die EMV-Zulassung, gerade mit EMV und Huckepackplatinen haben wir in der Vergangenheit üble Erfahrungen gemacht? Wird das ganze im Betrieb nicht zu heiß, muß dann wieder ein Lüfter rein?

Ist aber auch alles Theorie, solange das PM keine Planungen für einen Kabelrouter hat. Das kann sich natürlich schon morgen ändern, wenn irgendein hinreichend Kunde schreit. Ich glaube das aber nicht...

Gruß Alfred
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Jirka
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Re: Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von Jirka »

Hallo zusammen,

es ist zwar interessant, das hier noch mal so (konkret) zu lesen, aber mal ehrlich, den Insidern ist das alles schon bekannt.
fildercom hat geschrieben:Es liegt auf der Hand, dass durch den stetig wachsenden Hunger nach Bandbreite die Nutzer vermehrt auch bei den Kabelanbietern ihr Glück versuchen werden
Kann ich so bestätigen. An ca. einem Viertel aller Standorte liefern die die höchste Geschwindigkeit und damit werden sie gerne zugebucht. Business-Tarife werden seit längerer Zeit auch angeboten.
fildercom hat geschrieben:wir alle wissen, dass es sich um ein Shared Medium handelt und auch dieses Medium einen Flaschenhals besitzt, aber das ist ein anderes Thema.
Das wird meiner Meinung nach völlig überbewertet. Es mag vereinzelt Standorte geben, wo das tatsächlich der Fall ist, das will ich nicht abstreiten. Aber im Allgemeinen ist das überhaupt kein Thema.
Wenn aufgrund eines großen Ereignisses alle Welt (incl. Dir) auf eine Webseite zugreift, dann hast Du auch an einer DSL-Leitung einen Flaschenhals - nur woanders.
Viele Business-Kunden gehen dazu über regelmäßig exorbitant viele Daten in die Cloud zu schieben. Ich finde das nicht unbedingt gut, aber ich sehe, dass da manchmal 200 GB an einem Tag landen, so schlimm kann es also nicht sein mit dem Shared Medium.
fildercom hat geschrieben:1. Das Modem ist normalerweise immer der Endpunkt für VoIP bzw. VoC. Somit müsste das von SIP auf analog gewandelte Signal erst einmal wieder zu SIP gewandelt werden, um weiter verwendet werden zu können.
Das war vor 7 Jahren so, ja. Aber seit der Einführung von VoIP (im Kabel) im Jahre 2009 war das Modem nicht zwingend der Endpunkt für VoIP. Damals gab es z. B. auch noch keine FRITZ!Box Cable. Also wurde eine 7270 hinter das Kabelmodem gehängt und war dahinter der Endpunkt für VoIP-, ISDN-, DECT- oder Analog-Telefone. Und wer die FRITZ!Box nicht mochte, wie ich z. B., konnte ohne Probleme einen LANCOM anstelle der FRITZ!Box hinhängen. Ok, das war nicht offiziell supportet und auch nur mit gewissem technischen Verständnis möglich, aber das führte sogar zu völlig neuen Möglichkeiten, die ich hier besser nicht aufzähle, da sie allesamt heute noch funktionieren.
Rein rechtlich kannst Du derzeit (bei einem Neuvertrag oder Vertragsänderung) fordern, dass Dir die VoIP-Zugangsdaten ausgehändigt werden. Ich habe das zwar aus Zeitgründen auch noch nicht ausprobiert, kann mir aber vorstellen, dass das mit entsprechender Ausdauer möglich sein sollte. Dann setzt man den Kabelrouter in den Bridge-Mode und dann kann es losgehen. An dieser Stelle der Hinweis, dass die FRITZ!Box, falls schon als Kabelrouter vorhanden, den Bridge-Mode nicht wirklich unterstützt. Es gibt zwar Hacks im Netz, die habe ich aber gar nicht erst ausprobiert, weil die Firmwares der Provider einen Bridge-Mode gar nicht vorgesehen haben. Eine FRITZ!Box müsste dann also rausfliegen.
Es gibt noch mehr Probleme, na ja, kleinere. So gibt es im Bridge-Mode kein IPv6, jedenfalls nicht bei KDG (Vodafone).
Aber wenn der Bridge-Mode erst mal läuft, ist das Kabel-Modem als Extra-Gerät vergessen, bzw. fällt in Kombination mit einem VDSL-Anschluss an einem 1781VA eigentlich nicht wirklich auf (für einen zweiten VDSL-Anschluss wäre ja auch ein externes Modem fällig). Im Gegenteil, der 1781VA kann so am DSL-Anschluss stehen und der Kabelanschluss, der meistens woanders ist, kann so über VLAN einfach zum 1781VA hingeführt werden.
fildercom hat geschrieben:2. Der Zugriff auf das Web-Interface von externen Modems ist ja leider nach wie vor nicht ganz trivial und stellt schon wieder einen erhöhten Konfigurationsaufwand dar.
Bei 90 % aller Kabelmodems reicht eine einzige Route in der Routing-Tabelle.
Wo ich Dir Recht geben muss ist, dass die neumodernen Kabelmodems im Bridge-Mode entweder nur kurz (nach Neustart) oder gar nicht zu erreichen sind. Aber auf diese Webinterfaces dieser China-Boxen kann ich auch gerne verzichten, die kommen nicht mehr ansatzweise an die Ausgaben von Thomson, Motorola und Cisco ran, als die Modems noch Modems waren.
fildercom hat geschrieben:Hier im Forum gibt es auch einen Anleitung (das Thema ist sogar von mir), aber trotzdem wäre es schön, nur ein einziges Gerät zu haben.
Das geht sicherlich um ein vorgeschaltetes DSL-Modem, das ist in der Tat etwas komplizierter, aber auch in spätestens 3 Min. erledigt und somit nicht der Rede wert.
fildercom hat geschrieben:Aber meines Wissens gibt es keine Modems, die ohne die Telefonfunktion daherkommen. Die haben alle so einen blöden ATA eingebaut
Das ist im Bridge-Mode alles ohne Funktion.
Das einzige Problem bleibt an die VoIP-Zugangsdaten zu kommen und den Bridge-Mode durchzudrücken, obwohl VoIP genutzt wird (d. h. die übliche FRITZ!Box nimmt man nicht, sondern einen einfachen Kabelrouter im Bridge-Mode). Im laufenden Business-Betrieb würde ich so eine Umstellung derzeit auch noch nicht wagen. Bei meinen letzten Umstellungen war das kein Thema, die Firmen hatten schon (unabhängige) VoIP-Provider oder noch ISDN-Anschlüsse oder beides.
alf29 hat geschrieben:LANCOM hat keinerlei 'Historie' oder 'Know-How' bezüglich Kabel
Na ja, das ist soweit korrekt. Aber es gab da mal Kabelmodems, da stand ELSA drauf, die sahen aus wie die kleinen LANCOMs im Metallgehäuse. Ein ehemaliger Kommilitone von mir hat bis vor anderthalb Jahren noch so ein gutes Stück als Kabelmodem von seinem Provider gehabt. https://www.google.de/search?q=elsa+microlink+cable Das Ding war seinerzeit sogar in LANconfig und alle Befehle von der Konsole incl. Trace-Kommandos gab es damals schon :-) Und die Doku, unglaublich, was damals schon geliefert wurde. Eine Historie gibt es also schon irgendwo, wenn auch sehr sehr lange her und ohne Relevanz für die heutige Technik.

Viele Grüße,
Jirka
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alf29
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Re: Wo bleibt der LANCOM Kabelrouter?

Beitrag von alf29 »

Moin,
Aber es gab da mal Kabelmodems, da stand ELSA drauf, die sahen aus wie die kleinen LANCOMs im Metallgehäuse.
Ja, dieses Teil. Das war damals bei ELSA eine andere Abteilung. Sie haben zuerst auch auf LCOS-Basis gearbeitet, sich aber schon sehr früh von der Entwicklung der restlichen LANCOMs abgespalten, so etwa zu dem Zeitpunkt, als es gerade mal ein LANCOM 1000, 1100 und 2000 gab 8-) Die Vorstellungen über Produktentwicklung (Projektgeschäft versus kontinuierliche Weiterentwicklung) waren einfach zu unterschiedlich. AFAIK sind sie dann irgendwann ganz vom LCOS abgegangen. In einem aktuellen LCOS ist nichts davon enthalten, da würde man bei Null anfangen.

Gruß Alfred
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CyberT
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Re: FTTC, FTTB und FTTH

Beitrag von CyberT »

Hallo fildercom,

fildercom hat geschrieben:Die nächste Stufe, wenn sie denn einmal kommen wird, sieht dann wieder anders aus: [...] werden beide Lager wohl tatsächlich FTTB/FTTH ausbauen müssen. [...]
Aber bis das kommt, fließt noch viel Wasser den Neckar hinunter. Das dauert mindestens noch 15-20 Jahre. [...]
Nein, das dauert trotz (oder gerade wegen) Vectoring etc. höchstens noch ein paar Jahre, bis das in der Breite angekommen sein wird. - Aktuelles Beispiel: Glasfaser Direkt / 1&1 Glasfaser Business

Für Geschäftskunden, die aktuell bereits für einen schnellen Business Internet-Anschluss mehrere Hundert Euro pro Monat bezahlen, und aufgrund ihrer Arbeitsweise oder weil jetzt "alles in die Cloud muss", zeitnah einen noch höheren Bedarf an Bandbreite haben, ist das ein sehr interessantes Angebot.

Insofern sind Glasfaser-Anschlüsse eigentlich schon da ... jetzt immer mehr (und eigentlich im Business-Bereich schon seit geraumer Zeit).


Gruß.
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