Könnte man auf LANCOM-Geräten mit x86-CPU alternative NOS installieren?

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fildercom
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Könnte man auf LANCOM-Geräten mit x86-CPU alternative NOS installieren?

Beitrag von fildercom »

Hallo in die Runde,

mir ist die letzten Tage mal wieder eine Frage durch den Kopf gegangen, die mich interessieren würde. Dazu muss ich kurz ausholen:
Manche Appliances halten von der Hardware her viel länger als man dafür Software-Support bekommt. Seit der Einführung des "Software Lifecycle Management" gilt dies auch für viele LANCOM-Geräte.

Deshalb frage ich mich, ob es auf den Geräten mit x86-CPU möglich wäre, alternative Netzwerk-Betriebssysteme wie z.B. VyOS, OPNsense usw. zu installieren.

Konkret habe ich da z.B. einige UF-Modelle oder auch den 2100EF im Hinterkopf, die allesamt auf Standard-x86-Hardware basieren.

Wäre es möglich, über die serielle Konsole von einem USB-Medium zu booten und ein alternatives Linux- oder BSD-basiertes NOS zu installieren? Von Seiten des OEM/ODM (AEWIN) sind diese Geräte ja prinzipiell nicht auf ein bestimmtes NOS beschränkt, aber wurde das von Seiten LANCOM Systems "verriegelt"?

Viele Grüße und danke
fildercom

PS: Ich überlege gerade meinen bintec RS123, der mir mein separates Home Office-Netz bereitstellt, durch eine andere Appliance zu erstzen. Ich bekomme leider seit 3 Jahren keine Updates mehr, da bintec elmeg die Insolvenz nicht überlebt hat. Auf das Gerät kann man leider kein anderes Betriebssystem installieren. Nun überlege ich eben, welche Optionen ich in der Zukunft hätte. Meine Überlegungen waren entweder den LANCOM vRouter auf eigener Hardware zu installieren oder aber gleich VyOS LTS. Eventuell würde auch ein 2100EF in Frage kommen, aber nur wenn man nach Ende des Software-Supports selbst ein anderes NOS installieren könnte.
Router: 2 x 1900EF (Vodafone Business 600/20; Telekom ADSL2+); 1930EF (Telekom VDSL 250/40);
Wireless: WLC-4006+; 4 x L-452agn;
Switches: 6 x aruba 6100 12G; 3 x Cisco 3560-CX; 2 x Juniper EX2300-C-12P; 3 x Zyxel XS1930-12F; 1 x Ubiquiti ES-16-XG
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alf29
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Re: Könnte man auf LANCOM-Geräten mit x86-CPU alternative NOS installieren?

Beitrag von alf29 »

Zumindest die ISG-8000, die ich zum Entwickeln nutze, hat die Bootreihenfolge so eingestellt, dass sie ohne Änderungen im BIOS ein Linux vom USB-Stick bootet, der beim Start dran steckt. Man könnte vermutlich die Original-SSD mit dem LCOS ausbauen und für alle Fälle beiseite legen. Sinnvoll ist das angesichts der Preise natürlich nur als Nachnutzung, wenn der Support für das Original-OS ausgelaufen ist.

Eine UF-100 nutze ich zu Hause als Mini-Server unter einer ganz gewöhnlichen Debian 13. Der einzige Hardware-Mod, den ich gemacht habe, ist anhand der Pinbelegung im Handbuch des Hardware-Herstellers ein VGA-Kabel anzufertigen, die Belegung des Headers ist darin beschrieben. Und ja, ich musste dafür noch einen passenden Durchbruch ins Gehäuse sägen ;-)

Ansonsten ist bei mir irgendwann auch mal eine Bintec-Appliance mit x86 vorbei gekommen, das war noch etwas älteres mit einem Pentium4-Celeron, 100Mbit-Ethernet-Ports und einer 3,5 Zoll IDE-Festplatte. Auf die habe ich extern ein Linux aufgespielt und dann wieder eingebaut. Hat auch ohne Probleme getan, fällt bei so alter Hardware natürlich eher in die Rubrik "weils geht"...
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fildercom
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Re: Könnte man auf LANCOM-Geräten mit x86-CPU alternative NOS installieren?

Beitrag von fildercom »

Hallo Alfred,

danke für deine hilfreiche Antwort. Das hört sich ja alles sehr positiv an! Manchmal ist man doch erstaunt, was sich mit alter Hardware noch anfangen lässt.

Vor kurzem habe ich einen alten Trekstor MiniPC W1 herausgekramt und mit etwas Trickserei konnte ich ein aktuelles Debian 13 installieren, was ohne Probleme läuft (nur CLI ohne GUI, aber für meinen Anwendungszweck reicht das vollkommen). Ich musste lediglich im Installations-ISO die 64-Bit EFI-Dateien gegen 32-Bit EFI-Dateien aus Debian 12 ersetzen (bootia32.efi und grubia32.efi). Der Grund hierfür ist, dass die alte Intel Atom-Architektur keine 64-Bit Bootloader unterstützt. Das Medium hat tatsächlich gebootet und über die GRUB-Shell konnte ich den textbasierten Debian-Installer starten :-)

In der nächsten Zeit werde ich versuchen, HylaFAX zum Laufen zu bekommen, weil die LANCAPI-Lösung wohl bald abgelöst werden muss (mein 1781EF hierfür ist in die Jahre gekommen und wird nicht mehr ewig laufen - nach 14 Jahren!) und unter Windows 11 bekomme ich die LANCAPI auch nicht zum Laufen.

Mal sehen, wie das alles weitergeht...

Gruß
fildercom
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Re: Könnte man auf LANCOM-Geräten mit x86-CPU alternative NOS installieren?

Beitrag von alf29 »

Ansonsten ist bei mir irgendwann auch mal eine Bintec-Appliance mit x86 vorbei gekommen, das war noch etwas älteres mit einem Pentium4-Celeron, 100Mbit-Ethernet-Ports und einer 3,5 Zoll IDE-Festplatte. Auf die habe ich extern ein Linux aufgespielt und dann wieder eingebaut. Hat auch ohne Probleme getan, fällt bei so alter Hardware natürlich eher in die Rubrik "weils geht"...
Ich habe noch einmal nachgeschaut, es war eine Funkwerk UTM1500. Was seinerzeit nicht funktioniert hat, war in dem freien PCI-Slot eine GBit-Netzwerkkarte nachzurüsten. Die wurde vom Linux zwar gefunden, aber hatte keinen Interrupt zugewiesen bekommen.
Mal sehen, wie das alles weitergeht...
In der Tat. Bewegte Zeiten...
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