wir richten aktuell eine neue RADIUS-Umgebung auf einem LANCOM WLC-30 mit LCOS LX 10.94.0217 RU2 ein. Es soll eine SSID mit 802.1X-Authentifizierung bereitgestellt werden, bei der mehrere EAP-Methoden (PEAP-MSCHAPv2 und EAP-TLS) unterstützt werden sollen. Je nach Benutzer bzw. Benutzergruppe erfolgt eine dynamische VLAN-Zuweisung.
Die WLAN-Authentifizierung läuft über den internen EAP-/RADIUS-Server des WLC und funktioniert grundsätzlich problemlos. Die Clients (iOS, Android und Windows) können sich erfolgreich per PEAP-MSCHAPv2 anmelden.
Für das Webinterface nutzen wir bereits ein öffentlich vertrauenswürdiges Let's-Encrypt-Zertifikat, das per ACME automatisch erneuert wird. Das funktioniert einwandfrei.
Bei der Analyse des EAP-Servers ist uns jedoch aufgefallen, dass der WLC für EAP/PEAP weiterhin ein eigenes Zertifikat mit folgenden Eigenschaften verwendet:
CN=RADIUS SERVER
Issuer=LANCOM CA
Soweit ich es teilweise verstanden habe, waren ältere LCOS-/LCOS-LX-Versionen beim internen EAP-Server fest an die integrierte LANCOM-CA gekoppelt, sodass für PEAP bzw. EAP-TLS kein frei wählbares Serverzertifikat verwendet werden konnte.
Daher meine Frage:
Ist es bei einem WLC-30 mit aktueller LCOS-LX-Version möglich, das vorhandene HTTPS-Zertifikat (z. B. Let's Encrypt per ACME) auch für den internen EAP-/RADIUS-Server zu verwenden?
Oder ist der interne EAP-Server weiterhin fest an die LANCOM-CA bzw. das automatisch erzeugte „RADIUS SERVER“-Zertifikat gebunden?
Unser Ziel ist es, die Zertifikatswarnungen auf privaten Endgeräten zu vermeiden, sodass diese dem RADIUS-Server ohne zusätzliche Installation einer CA vertrauen können. Ein MDM steht in diesem Umfeld nicht zur Verfügung.
Vielen Dank für eure Erfahrungen und Hinweise.
Viele Grüße
E.S.